thermohauser-Studie: So denken Deutsche über die Ernährung im Home-Office

Junge Frau sitzt lächelnd vor ihrem Computer und isst zu Mittag.
Die thermohauser-Studie hat ergeben, dass 82% der Befragten der Ansicht sind, dass sich eine gesunde Ernährung am Arbeitsplatz positiv auf das Wohlbefinden auswirkt.

Wir essen anders, wenn wir im Home-Office arbeiten. Inwiefern das gut oder schlecht ist, zeigen die Ergebnisse unsere Studie zur Ernährung im Home-Office. Deutschland arbeitet seit fast einem Jahr aus dem Home-Office – noch immer gibt es Dinge, die sich besser einspielen müssen. Das gilt besonders auch für die Ernährung. Aus diesem Grund haben wir mehr als tausend Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu ihrer derzeitigen Ernährung am Arbeitsplatz befragt. So lauten die Ergebnisse.

Studie zur Ernährung im Home-Office

Erstmals gibt eine Studie fundierte Einblicke in die Ernährung an den Arbeitsplätzen zu Hause. thermohauser hat sie in Auftrag gegeben und befragt wurden über tausend Menschen, die teilweise oder vollständig zu Hause arbeiten.

Die Online-Befragung wurde von einem unabhängigen Institut im Herbst letzten Jahres durchgeführt. Das Ergebnis liefert bisher einzigartige Insights über die Ernährungsgewohnheiten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die zuvor in weiten Teilen ihre Mittagspause in der Nähe des Arbeitsplatzes verbracht haben.

7 zentrale Erkenntnisse unserer Studie

Die Erkenntnisse lassen sich auch als Chancen-Kompass für Lieferservices, Betriebskantinen, Caterer und andere Gastronomen lesen, denn: der Delivery-Sektor findet im Home-Office ein beachtliches Marktpotenzial vor. Eine Win-Win-Situation – wenn man so sagen kann – da sowohl Lieferer als auch der Kunde vom Home-Office profitieren.

Im Folgenden präsentieren wir Ihnen die wichtigsten Ergebnisse der Ernährungsstudie:

1. Die allgemeine Situation im Home-Office wird besser bewertet als erwartet.

Fast 80% der Befragten sind der Meinung, dass sie im Home-Office ungestörter arbeiten können als im Büro. Auch die Effizienz und die Schnelligkeit beim Arbeiten wird von 65% als höher empfunden. 56% der Teilnehmerinnern und Teilnehmer bevorzugen das Home-Office gegenüber dem Büro.

2. Nur die Versorgung mit Mittagessen könnte besser sein.

Rund ein Drittel ist der Meinung, dass die Versorgung mit Mittagessen im Home-Office schlechter ist als im Büro. Darunter sind vor allem Menschen, die bisher häufig Kantinen genutzt haben (47%) und junge Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen (42%).

3. Besonders unzufrieden sind junge Arbeitnehmer.

Ungefähr die Hälfte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Alter zwischen 18 und 29 Jahren bewerten ihre Ernährung im Homeoffice als unvollkommen. Sie sagen ganz klar: Die Ernährung könnte besser sein. 

4. Mittagessen frisst Zeit.

Im Schnitt werden rund 40 Minuten für die Besorgung und Zubereitung des Essens benötigt. Ein Fünftel der Befragten bemisst den Zeitaufwand sogar auf 60 Minuten. Vor allem frühere Kantinengänger bemerken, wie aufwändig die gewünschte Ernährung werden kann. Selberkocher investieren Zeit, die für Erholung und Entspannung fehlt.

5. Die Wertschätzung für gesunde Ernährung ist enorm.

82% der Befragten sind der Ansicht, dass sich eine gesunde Ernährung am Arbeitsplatz positiv auf das Wohlbefinden auswirkt. Die gesunde Ernährung wird ähnlich hochgeschätzt wie ein gutes Verhältnis zu Kolleginnen und Kollegen oder die Wertschätzung für die eigene Arbeit. Essen rangiert ganz oben bei den grundlegenden Bedürfnissen am Arbeitsplatz.

6. Gemüse und Pasta sind top.

Auf der Speisekarte im Home-Office stehen Gemüse und Pasta mit 84% ganz oben. Die Gründe liegen auf der Hand: gesunde Ernährung einerseits, schnelle Zubereitung (oder Lieferung) andererseits. Auch Fast-Food ist beliebt. Pommes, Bratwurst, Burger und Döner werden von mehr als einem Drittel regelmäßig zu Mittag gegessen.

7. Über 60% wünschen sich einen Lieferdienst aus der Kantine.

Die Marktchancen für Essenslieferungen ins Home-Office sind greifbar. Das Potenzial für einen Lieferservice aus der eigenen Kantine ist vorhanden. Ein schmackhaftes und überzeugendes Angebot setzt allerdings eine funktionierende Lieferkette voraus.

Chancen-Kompass: Home-Office

Die Studie wurde als Online-Befragung anhand eines standardisierten Fragebogens konzipiert. Zielgruppe der Befragung waren Arbeitnehmer aus Deutschland, die im Befragungszeitraum zumindest zeitweise im Home-Office arbeiteten, und welche vor Ort beim Arbeitgeber regelmäßig die Betriebskantine besucht bzw. einen festen Lieferdienst genutzt haben.

Durch ihre Meinung konnte ein Überblick über die zahlreichen Möglichkeiten für Lieferservices, Betriebskantinen, Caterer und andere Gastronomen geschaffen werden, die zukünftig das Delivery-Geschäft bereichern werden.

Außerdem wurde deutlich, wie wichtig den Befragten eine gute und ausgewogene Ernährung am Arbeitsplatz ist – insbesondere auch und gerade im Home-Office. Wer die Zahlen clever nutzt, kann sein Business danach ausrichten und treue Kunden bei ihren Bedürfnissen abholen.

Die Entstehung unserer Fallstudie

Die Rekrutierung der Befragten erfolgte über ein Online-Access-Panel. Um statistisch belastbare Ergebnisse zu generieren, wurde eine Fallzahl von n = 1000 Befragten angestrebt, welche die Anforderung „Arbeiten im Home-Office / Nutzer einer Betriebskantine“ erfüllten. Realisiert wurde schließlich eine Fallzahl von n = 1010 Teilnehmer.)

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